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Übersetzungstheorie

Приложение 6

deutsch

Unser Ausland

Bestimmt ist es auf der ganzen Welt so dass Männer eigentlich ihr Leben lang egoistische Kinder bleiben. In Deutschland fällt mir das aber besonders auf, weil viele Männer hier auf den ersten Blick so selbstbewusst und stark wirken. Wenn man sie dann näher kennenlernt, merkt man, wie wenig erwachsen sie innerlich sind. Egal, ob sie grundlos geizig oder herrschsüchtig oder unhöflich sind Sie erklären ihre schlechten Angewohnheiten meistens damit, dass in ihrer Kindheit irgend etwas passiert. Mittlerweile glaube ich sogar, dass sie damit recht haben. Mir erscheinen fast alle Kinder in Deutschland irgendwie gestört. Zwar sind die jungen Eltern heute liebervoller zu ihren Kindern als frühere Generationen, aber zumindest die reichen Leute pumpen doch mehr Geld als Liebe in ihre Kinder. Seit ich hier lebe, ist mir bewusst, dass ich im Vergleich zu vielen Leuten viel stärker und selbstbewusst bin, weil meine Eltern mir immer alles gegeben haben, in jeder Beziehung. Überhaupt ist das Familiäre in Birma viel ausgeprägter – das hat viele Konsequenzen! Zum Beispiel das Verhalten der Deutschen am Arbeitsplatz. Wenn jemand Krach zu Hause hat oder Schulden, Eheprobleme oder Bezihungsstreß, dann kriegt das jeder mit, weil die Leute einfach loslassen. Ich kann das nicht eintragen, wenn mich eine Kommilitonin heute zur Begrüßung in den Arm nimmt und küßt, weil sie einen Verehrer hat, und mich morgen total unverschämt anrempelt, obwohl ich zu ihr genauso freundlich bin. Anderseit ist dieses Verhalten auch verständlich, denn hier sind alle Einzelkämpfer, die wenigsten können ihre privaten Probleme zu Hause, bei der Familie oder Nachbarn loswerden. Die Lauen der Menschen können aber auch damit zu tun haben, daß die Stimmung hier durch die Jahreszeiten sehr stark verändert. Im Winter sind alle so verschlossen, die ganze Stadt ist wie tot. im Frühling merkt man dann, dass mit den Knospen die Kraft des Lebens wiederkehrt und im Sommer sind alle sehr offen und freundlich.Von heute aus betrachtet, habe ich in Birma wie ein Froch imBrunnen gelebt. Die Freiheit, die es in Deutschland gibt, genieße ich sehr- man kann hier gut seinen Horizont erweitern, etwas über andere Länder erfahren und sogar offen seien Meinung über Helmut Kohl sahen, das finde ich toll. Freiheit ist aber auch, dass in alten Klamotten herumlaufen kann und niemand schlecht darüber redet. Mit Kleidung, besonders im Sommer, gibt es dafür andere Probleme. Ich beobachte zum Beispiel oft Frauen, die sich sehr auffällig anziehen und durchsichtige Blusen tragen, damit sie betrachtet werden. Dabei verliert man bei so viel Offensichtlichkeit doch jedes Interesse. Viele Frauen brauchen aber diese Bestätigung. Und viele Männer, besonders die ohne Partnerin, macht der Anblick solcher halbnackten Frauen aggressiv. Das ist der Nachteil der großen Freiheit. Sehr schön finde ich, daß man hier in Deutschland ohne große Kosten schöne Partys feiern kann, es gibt ein Paar Früchte und jeder bringt etwas mit. Jedenfalls muß man niccht unbedingt aufwendiges Essen kochen, wenn man Freunde einlädet. Ich habe bei solchen Gelehenheiten schon viele nette Leute kennengelernt, und ich mag es, daß man auf Partys mit fremden Menschen offen über unpersönliche Dinge reden kann. Probleme habe ich dagegen mit Freundschaft. Um einen Freund oder eine Freundin zu behalten, muß man im Fluß immer im Fluß mitschwimmen. Selbst wenn man ein Zeitlang sehr eng miteinander lebt, zusammen ißt und stundenlang über alles redet- in dem Moment, wo man im Studien oder mit der Karriere ins Stocken kommt, kann es seien, daß man plötzlich ´nichts mehr miteinander zu tun hat und sichvielleicht nicht einmal mehr grüßt. Mit meinen Freundinnen in Birma war das ganz anders. Ich erinnere mich an die Zeit, als ich mal krank war. Ich hatte das Gefühl für immer und ewig mir diesen Mädchen befreundet zu sein. Hier in Deutschland hatte ich noch nie eine wikliche Freundin. Manches macht dieses anderes Verständnis von Freundschaft aber auch einfacher, denn wenn mich jemand verletz und ich mit dieser Menschen nichts mehr zu tun haben will dann sage ich “tschüß”, und das war’s. Das führt am Ende aber dazu, daß viele Leute hier die menschliche Wärme vermissen und sich danach sehen, in anderen Ländern, vielleicht in Portugal zu leben. Aber solche Träume scheiten dann meistens daran, daß es in diesen Ländern keine Versicherung und kein Sozialamt gibt wie in Deutschland., Bankkonten und so weiter- dieser ganze Papierkram hat mir in der ersten Zeit viele Schwierigkeiten gemacht. Bei uns haben Papiere einfach keinen Wert und wie viele Ausländer mußte ich erst lernen, daß man wichitge Unterlagen nicht zerknittert in die Tasche stecken darf, sondern sie ordentlich in Plastikhüllen und Ordnen aufbewahren muß. Dieser Ordnungssinn ist schon etwas Besonderes, ich kann mich zum Beispiel noch an diese alte Omi erinnern, die war schon über neunzig, und der war es so wichtig, daß Handtuch genau hier und nicht an einer anderen Steelle hängt. Die alten Leute in Deutschland tun mir oft sehr leid, sie werden von den Versicherung sehrschlecht behandelt. Ich weiß, daß viele von ihnen den Krieg mit verschuldet, aber müssen sie deswegen heute noch bestraft werden?

Об авторе

Натаров Илья

Натаров Илья

Родился 09 апреля 1980 года в городе Баку, в этом же году переехал в Запорожье.
В 2003 году закончил Запорожский Государственный Университет и получил диплом преподавателя немецкого языка и немецкой литературы.

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