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Übersetzungstheorie

Приложение 7

deutsch

Erhard Erbe. Mit der sozialen Marktwirtschaft ins nächste Jahrhundert?

Am 4. Februar 1997 wäre Ludwig Erhard, der Begründer der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland, 100 Jahre alt geworden. Dieses Jubiläum ist Anlaß, sich erneut auf die großen Verdienste und historischen Leistungen Ludwig Erhards zu besinnen: Erhard entwickelte unter Heranziehung von theoretischen Entwürfen seiner wissenschaftlichen Mistreister sein Konzept der Sozialen Marktwirtschaft als originärem “Dritten Weg” zwischen ungebändigtem Kapitalismus und sozialistischer Planwirtschaft. Seine Leitidee war “das Prinzip der Freiheit auf dem Markt mit dem des sozialen Ausgleichs und der sittlichen Verantwortung jedes einzelnen dem Ganzen gegenüber zu verbinden”.

Im Juni 1948 gelang es Erhard mit Mut, Überzeugungskraft und Beharrungsvermöge, seine Konzeption im Westdeutschland einzuführen. Er verband nämlich die von den Westalliierten durchgeführte Währungsreform- ohne Erlaubnis der Alliierten mit einer Wirtschaftsliberalisierung, die die bestehende Zwangswirtschaft weitgehend beendete. Dadurch wurden die marktwirtschaftliche Kräfte entfesselt und Wettbewerb und Leistungsstreben entfacht,was zum “deutschen Wirtschftswunder”führte. Nach fast fünfzig Jahren Sozialer Marktwirtschaft scheint die erfolgsgewöhnte Ordnung an Glanz verloren zu haben: Steigende Arbeitslosigkeit, hohe Staatsschulden, geringe ausländische Investionstätigkeit sind einige Kennzeichen der schwierigen Lage. Es wird die Frage gestellt: Kann die Soziale Marktwirtschaft die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts überhaupt noch meistern, kann sie noch Erhards Zielsetzung vom “Wohlstand für alle” verwirklichen?

Ich bin überzeugt: Mit einer konsequenten Revitalisierung der Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft im Erhardschen Verständnis wird die Soziale Marktwirtschaft auch im nächsten Jahrhundert die erfolgsreiche Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung in der Welt sein! Notwendig dafür ist indes die Rückbesinnung auf die Prinzipien der Soziale Marktwirtschaft :

Die Basis der Sozialen Marktwirtschaft ist die Freiheit des Individuums. Freiheit heißt Freiheit der Gestaltung des eigenen Lebens, bedeutet aber gleichzeichtig eigenverantwortlhes Handeln jedes einzelnen. Der Staat hat dabei die Aufgabe, dieRahmenbedingungen für wirtschaftliches und politisches Handel so zu gestalten, daß die freiheitliche Entfaltung der Menschen gewährleistet bleibt und Machtkonzentrationen verhindert werden. Im Mittelpunkt der Sozialen Marktwirtschaft steht der Wettbewerb. Wettbewerb auf politischer Ebene läßt den Wähler zwischen Programm- und Personalalternativen.

Anmerkungen

Ludwigs Erhard Biography:

  • 1897- Ludwig Erhard wird am 4. Februar in Fürth als Sohn eines Kaufmanns geboren.
  • 1903-1916- Volksschule, Realschule, Kaufmannslehre.
  • 1916-1919- Teilnahme am Ersten Weltkrieg.
  • 1919-1925- Studium zum Diplom Kaufmann Promotion, 1923 Heirat mit Luise.
  • 1925-1928- Geschäftsführer im elterlichen Betrieb.
  • 1928-1942- Mitarbeiter am “Institut für Wirtschaftsbeobachtung der deutschen Fertigware in Nürnberg.
  • 1943/1944- Denkschrift “Kriegsfinanzierung und Schuldekonsolidierung”
  • 1945-1946- Bayerischer Staatminister für Wirtschaft
  • 1949- Wahl für die CDU in den deutschen Bundestag-
  • 1949-1963- Bundeswirtschaftsminister.
  • 1957-1963- Vizekanzler, “Wohlstand für alle” erscheint
  • 1963-1966- Bundeskanzler.
  • 1977- Ludwig Erhard stirbt am 5. Mai in Bonn.

Об авторе

Натаров Илья

Натаров Илья

Родился 09 апреля 1980 года в городе Баку, в этом же году переехал в Запорожье.
В 2003 году закончил Запорожский Государственный Университет и получил диплом преподавателя немецкого языка и немецкой литературы.

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