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Übersetzungstheorie

Приложение 8

deutsch

Der Virus des “Denglisch”

PARIS “Unsere Nachbarn auf anderen Rheinseite haben keinen Respekt für Goethes Sprache”. Das schreibt der französische “Figaro” und mokiert sich über das “Virus Denglisch”, die Verbindung von Deutsch und Englisch, in Deutschland. Die englische Sprache habe die deutsche “kanibalisiert”, meint die Tageszeitung. Die Deutschen benutzten immer mehr englische Ausdrücke. Es beginne damit, daß der Beruf nur noch “Job” heiße. Im Radio wurden “Super Power Hits” gesendet. Nicht nur die Medien, auch die Werbung greife auf englische Begriffe zurück. So heiße der neue Käfer bei Voklswagen “New Beetle”. Die Deutsche Telekom spreche von “Moonshine” und “Sunshine-Tarifen und von “Citycall” und “Germancall” und “Globalcall. Berlin sei die Stadt, die am meisten von der Englisch-Welle überollt werde. Sony bitte die zukünftigen Kunden mit Reklamen am Gebäude um Geduld: “See you tomorrow”. Das liege einfach mehr im Trend, als “bis morgen” zu sagen. Und über den Werbeslogan der “Berliner Morgenpost” “Symply the Best” schreibt der “Figaro”: “Man glaubt, daß der englische Slogan die Zielgruppe der Jugend besser erreicht”. Die Begeisterung für andere Sprache in Deutschland gehe sogar so weit, daß englisch klingende Ausdrücke geschaffen würden, die im Englischen gar nicht existierten. Ein Beispiel sei das “Handy”, das n den USA “cellurar phone” heißt.

In Frankreich stöß “Denglisch” auf Mißtrauen. Die Kulturnation Frankreich besteht auf Erhalt der Sprache von Moliere und Voltaire. Parlamentarier, Regierung, Gerichte und die Sprachhüter der Academie Française setzen alles daran, die Landessprache zu schützen. Die Sprachbewahrer haben seit Sommer 1994 Unterschützung durch den Gesetzgeber erhalten. Der damalige Kulturminister Jacques Toubon erließ ein strenges Sprachgesetz. Das “Loi Toubon” verbietet die Benutzung ausländischer Wörter in Werbung, Radio und Fernsehen. Bei Nichtbeachtung drohen Gerichtprozesse und Geldstrafen.

Englische Wörter, die in Deutschland zum Alltag gehören, sind in Frankreich tabu. Mit eigenen Wortreaktionen sollen englische Begriffe verdrängt werden. So heißt der Walkman “balladeuer” und das Fax “telecopie”. In Deutschland sei nichts möglich, lautet das Fazit des “Figaro”: Sprachliche Entflüsse aus dem Ausland werden dort bedingt durch die Geschichte gern aufgenommen. “Sprache ist ein Form des nationalen Gefühls. Und seit Hitler ist alles, das eine Beziehung zur nationalen Identität hat, in Deutschland tabu.”

Об авторе

Натаров Илья

Натаров Илья

Родился 09 апреля 1980 года в городе Баку, в этом же году переехал в Запорожье.
В 2003 году закончил Запорожский Государственный Университет и получил диплом преподавателя немецкого языка и немецкой литературы.

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