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Sprachthemen

Thema 2. Deutschland Geschichte

deutsch

Einleitung

Noch im vorigen Jahrhunderten glaubte man genau zu wissen, wann die deutsche Geschichte begonnen hat: im Jahre 9 nach Christus. In jenem Jahr besiegte Arminus, ein Fürst des germanischen Stammes der Cherusker, im Teutoburger Wald drei römischen Legionen. Arminus, von dem man nichts Nähers weiß, galt als erster Nationalheld. In den Jahren 1838-1875 wurde ihm bei Detmold ein riesiges Denkmal errichtet. Heute sieht man die Dinge nicht mehr so einfach. Die Entstehung des deutschen Volkes war ein Prozess, der Jahrhunderte dauerte. Das Wort „deutsch“ ist wohl im 8. Jahrhundert aufgekommen, und es bezeichnete zunächst nur die Sprache, die im östlichen Teil des Frankreiches gesprochen wurde. Dieses Reich, das Karl der Große regierte, umfasste Völkerschaften die teil germanische, teils romanische Dialekte sprachen. Nach Karls Tod im Jahre 840 brach es bald auseinander. Es entstanden ein West und Ostreich, wobei die politische Grenze mit der Sprachgrenze zwischen deutsch und Französisch zusammenfiel. Erst nach und nach entwickelte sich bei den Bewohnern des Österreichs ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Die Bezeichnung “deutsch” wurde von der Sprache auf die Sprecher und schließlich auf das Wohngebiet (“Deutschland”) übertragen. Die deutsche Westgrenze wurde verhältnismäßig früh fixiert und blieb auch rect stabil. Die Ostgrenze hingegen war jahrhunderterlang fließend. Um 900 verlief sie etwa an den Flüssen Elbe und Saale. In den folgenden Jahrhunderten wurde das deutsche Wohngebiet teils friedlich, teilsgewaltsam weit nach Osten ausgedehnt. Diese Bewegung endete erst in der Mitte des 14. Jahrhunderts und die damalige Volksgrenze zwischen Deutschen und Slawen existierte bis zum Zweiten Weltkrieg.

Hochmittelalter

Der Übergang von Ostfränkischen zum deutschen Reich war im Jahre 911. In diesem Jahr wurde der Frankenherzog Konrad I. zum König gewählt. Er gilt als der Erste deutsche König. Sein offizieller Titel war „frankischer könig“, später „römischer König“. Der Name des Reiches war seit dem 11. Jahrhundert „Römisches Reich“, seit dem 13. Jahrhundert „Heiliges Römisches Reich. Im 15. Jahrhundert- „Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation“. Konrads Nachfolger, der Sachsenherzog Heinrich I. wurde 962 in Rom zum Kaiser gekrönt. Im Spätmittelalter kamen die Habsburger auf den Thorn. Die kleinen Grafen, Herren und Ritter verloren allmählich an Bedeutung, und die städte gewannen an Einfluss dank ihrer wirtschaftlichen Macht. Der zusammenschloss zu Städtenbünden brachte ihnen eine weitere Stärkung. Der wichtigste dieser Bünde, die Hanse, wurde im 14. Jahrhundert zur führenden Macht des Ostseeraums. Die Städte profitierten vor allem vom Handel. In Textilindustrie und Berbau entstanden Wirtschaftsformen, die wie der der Fernhandel schon frühkapitalistische Züge trugen. Gleichzeitig vollzog sich ein geistiger Wandel, gekennzeichnet durch Renaissance und Humanismus.

Zeitalter der Glaubenspaltung

Die Unzufrieden mit der Kirche entlud sich vor allemdurch das Auftereten MartinLuther seit 1517, in der Reformation, die sich rasch ausretete. 1522-1523 kam es zum Austand der Reichsritters, 1525- zum Bauernkrieg, der ersten großeren revolutionären Bewegung der deutschen Geschchte, in der sich politische und soziale Bestrebungen vereinigten. Beide Erhebungen wurden blutig niederschlagen. Aber die Landesfürsten erhielten das Recht, die Religion ihrer Untertanen zu bestimmen. Die protestantische kofession wurde als gleichbrerechtigt mit der katholischen anerkannt. Die religiose Spaltung Deutschlands war damit besigelt. Aber der Kampf zwischen den Konfessionen war damit jedoch nicht beendet. Ein lokaler Konflikt in Bohmen führte zum dreißigjährigen Krieg 1618-1648. dabei wurden Teile Deutschlands verwüstet und entvölkert.

Zeitalter des Absolutismus

1789 brach in Frankreich die Revolution aus. Unter dem Druck des Bürgertums wurde hier die feudale Gesellschaftsordnung beseitigt. Preußen und Österreich versuchten mit Waffengewalt in das Leben des Nachbarlandes einzugreifen, aber wurden von Napoleon, der das erbe der Revolution schützte, zerschlagen Frankreich nahm sich das linke Rheinufer und das deutsche Reich brach endgültig zusammen. 1806 legte Kaiser Franz II. die Krone nieder; damit endete das Heilige Römische Reich Deutscher Nation.

Der deutsche Bund

1814-1815 wurde vom Wiener Kongress der Deutsche Bund mit Österreich an der Spitze gegründet, der die Neueordnung Europas darstellte. Aber die Hoffnungen vieler Deutschen auf einen freien einheitlichen Nationalstaat wurden nicht erfüllt. Handlungsfähig war der Bund nur, wenn die beiden Großmächte des Bundes Preußen und Österreich übereinstimmen. Der Bund sah seine Hauptaufgabe in der Niederhaltung aller Bestrebungen, die auf Einheit und Freiheit gerichtet waren. Inzwischen entwickelte sich modern die Wirtschaft. 1835 wurde die erste Eisebahnlinie eröffnet. Die Industrialisierung begann. Mit den Fabriken entstand die neue Klasse der Fabrikarbeiter. Aber ihre Lage war sehr schwer, sie lebten in großem Elend. Spannungen entluden sich gewaltsam wie beim Aufstand der schlesischen Weber, der von preußischen Militär niederschlagen wurde.

Der Aufstieg Preußens

Die fünfziger Jahre waren eine Zeit großén wirtschaftlichen Aufschwungs. Deutschalands wurde zum Industrieland. Besonders stark entwickelten sich die Schwerindustrie und der Maschinenbau. Preußen wurde auch wirtschaftlich zur Vormacht Deutschlands. Auch politisch wurde es stark. Im Deutsch-Dänischen Krieg (1864) zwangen Preußen und Österreich Dänemark zur Abtrennung Schleswig-Holstein, das sie zuerst gemeinsam verwalten. Und im deutschen Krieg (1866) wurde schon Österreich selbst von Preußen geschlagen und musste die deutsche Szene verlassen. Der Deutsche Bund wurde aufgelöst, an seiner Stelle wurde der Norddeutsche Bund, der alle deutschen Staaten nördlich des Mains umfasste, mit Bismarck als Bundeskanzler gebildet.

Das Bismarckreich

1870-1871 war Deutschland wieder im Krieg mit Frankreich und siegte. In der patriotischen Begeisterung schlossen sich die Süddeutsche Staaten mit dem Norddeutschen Bund zum Deutschen Reich zusammen; in Versailles wurde am 18. Januar 1871 König Wilhelm I. von preußen zum Deutschen Kaiser ausgerufen. Das Übergewicht Preußens wat erdrücken, vielen erschienen das neue Reich als ein „Großpreusen“.

Bismarck regierte neunzehn Jahre lang als Reichskanzler. Durch eine konsequente Friedens-und Bündnispolitik wollte er dem Reich eine gesicherte Stellung in Euorpa schaffen. Im Gegensatz zu dieser weisichtigen Außenpolitik stand seine Innenpolitik- er stand den demokratischen Tendenzen der Zeit verständnislos gegenüber. Politische Opposition nannte ihn reichfeindlich. Bismarck bekämpfte den linken Flügel des liberalen Bürgertums, den politischen Katholizismus und besonders die organisierte arbeitsbewegung. Er fiel schließlich dem eigenen System zum Opfer: 1890 wurde Bismarck vom jungen Kaiser Wilhelm II.entlassen.

Der erste Weltkrieg

Die Ermordung des österreichischen Thornfolgers am 28. Juni 1914 führte zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges.Die Frage nach dem Schuld an diesem Weltkrieg ist umstritten. Deutschland und Österreich auf einer Seite, Frankreich, Russland und England auf der anderen hatten von Anfang an bestimmte Kriegsziele.Die beiden Seiten hatten große Verluste, der deutsche Plan der Niederwerfung Frankreichs und Russlands gelang nicht, Deutschland wurde zerschlagen. Mit dem militärischen Zusammenbruch kam der politische. Widerstandlos räumten Kaiser und Fürsten im November 1918 ihre Throne keine Hand rührte sich zur Verteidigund der Monarchie, die unglaubwürdig geworden war. Deutschland wurde Republik.

Die Weimarer Republik

An die Macht kamen die Sozialdemokraten. Ihre Mehrheit hat sich von revolutionären Ideen früherer Jahre längst abgewandt und sah ihre Hauptaugabe darin, den geordneten geordneten Übergang zur neuen Staatsform zu sichern. Die Versuche der linksradikaler Kräfte, die Revolution in sozialistische Richtung zu führen, waren erfolglos. In der Nationalversammlung, die 1919 in Weimar tagte und eine neue Reichverfassung beschloss, hatten die drei Republikanischer Partein Mehrheit-Sozialdemokraten, Deutsche Demokratische Pareti und Zentrum; Die Weimarer Republik war eine „Republik ohne Republikaner“, rabiat bekämpft von ihren Gegnern und halbherzig verteidigt von ihren Anhängern. Gegenüber der Republik entstand eine tiefe Skepsis, vor allem weil im Lande die wirtschaftliche Not der Nachkriegszeit herrschte und weil Deutschland 1919 die drückenden Bedingungen des Friedensvertrages unterschreiben sollte. Die Folge war eine wachsende innenpolitische Instabilität. 1923 erreichten die Wirren der Nachkriegszeit ihren Höhepunkt (Inflation, Ruhrbesetzug, Hitlerputsch). Die bisher bedeutungslose nationalsozialistische Bewegung Adolf Hitlers die extrem antidemokratische Tendenzen und wütenden Antisemitismus mit scheinrevolutionärem Propaganda verband, gewann seit 1930 sprunghaft an Gewicht und wurde stärkste Partei. Am 30. Januar 1933 wurde Hitler Reichskanzler.

Die Diktatur des Nationalsozialismus

Hitler verbot alle Parteien, außer der eigenen. Die Gewerkschaften wurden zerschlagen, die Grundrechte praktisch außer Kraft gesetz, die Pressefreiheit verboten. Es wurden eilig Konzentrationslager errichtet, dort verschwanden spurlos tausende Gegner des Regimes. Nach 1934 vereinigte Hitler in einer Personen schon den Kazler und den Präsidenten. Er belebte mit seinen Rüstungsprogrammen wieder die Wirtschaft und baute die arbeitslosigkeit bald ab. Seine Stellung wurde auch durch große außenpolitische Erfolge gestärk: 1935 kehrte das Saargebiet, das bis dahin unter Völkerbundverwaltung stand, zu Deutschland zurück, 1936 rücketn deutsche Truppen in das seit 1919 entmilitarisierte Rheinland ein, 1938 wurde Österreich dem Reich einverbleibt. Hitler wurde im Volk populär. Sofort nach der Machtgreifung hat das Regime mit dem antisemistischen Programm begonnen. Die juden wurden verfolgt. Wer es konnte, fluchtete und suchte Asyl in anderen Ländern. Viele derbesten deutschen Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler gingen in die Emigration.

Der zweite Weltkrieg und seine Folgen

Hitler war mit alldem nicht zufrieden. Er breitete von Anfang an einen Krieg vor, um die Herrschaft über Euorpa zu erringen. Am 1. September 1939 mit dem Angriff auf Polen entfesselte er den Zweiten Weltkrieg, der fünfeinhalb Jahre dauerte, weite Teile Europas verwüstete und 55 Millonen Menschen das Leben kostete. Zuerst besiegten die deutschen Armeen Polen, Dänemark, Norwegen, Holland, Belgien, Frankreich, Jugoslawien und Griechland; in der Sowjetunion drangen sie bis kurz vor Moskau vor, und in Nordafrika bedrohten sie den Suez-Kanal. In den okkupierten Ländern wurde hartes Besatzungsregime errichtet; dagegen erhoben sich Widerstandbewegungen. 1942 begann das Regime mit der „Endlösung der Judenfrage“. Alle Juden wurden in Konzentrationslager im besetzten Polen gebracht und ermordet. Die Gesamtzahl der Opfer wird auf sechs Millionen Menschen geschätz. Der Terror des Regimes und die militärischen Rückschläge stärkten den inneren widerstand gegen Hitler. Seine Exponenten kammen aus verschiedenen Schichten des Volkes. Am 20. Juni 1944 fand ein Bombenattentat auf Hitler in seinem Hauptquartier statt, aber er überlebte es und nahm bluitge Rache. Über viertausend Menschen aller Gesellschafschichten, die am Widerstand teigenommen hatten, wurden in den nächsten Monaten hingerichtet. Als herausragende Personen des widerstandes muss man hier Generaloberst Ludwig Beck, Oberst Graf Staufenberg, den ehemaligen Leipziger Oberbürgermeister Carl Goerdeler und Sozialdemokrat Julius Leber.Der Krieg ging weiter. Unter riesigen Opfern setzte Hitler den Kapf fort, bis das ganze Reichsgebietb vom Feind besetzt war. Am 30. April 1945 beging er Selbstmord. Sein testamentarisch eingesetzter Nachfolger Großadmiral Dönitz unterschrieb acht Tage später bedingungslose Kapitulation.

Von 1945 bis zur Gegenwart

Nach der bedingunglose Kapitualtion der deutschen Truppen am 8/9 Mai 1945 blieb die letzte Reichregierungs unter Großadmiral Dönitz noch 23 Tage im Amt.Dann wurde sie verhaftet. Ihre Mitglieder stellte und bestrafte man später bei der Nürnberger Prozessen unter Anklage wegen Verbrechen gegen Frieden und Menschlichkeit. Im Reichsgebiet übernahmen die Siegermächte- die USA, Großbritannien, die Sowjetunion und Frankreich die oberste Gewalt. Deutschland wurde in vier Besatzungszone aufgeteilt. Aus den drei Westzonen, die von Großbritannien, Frankreich und den USA besetz waren, wurde 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Der östliche Teil des Staates, die sowjetische Besatzungszone, wurde die Deutsche Demokratische Republik. Die DDR riegelte sich immer dichter nach Westen ab, „der eiserne Vorhang“ fiel nieder. 1961 errichtete die DDR de Mauer in Berlin und machte aich die innerdeutsche Grenze mit vermintem „Todesstreifen“ und Stacheldraht so gut wie undurchdringlich. Hatten vor 1961 an der innerdeutschen Grenze zehn Menschen beim Versuch, nach Westen zu gelangen, ihr Leben verloren, so gab es dort von 1961 bis 1989 111 Todesfälle. Beim Versuch, über die Berliner Mauer in die Freiheit zu gelangen, wurden mindestens 80 Menschen getötet. Eine firesliche Revolution der Menschen in der DDR führte zum Sturz des SED-Regimes. Tausende Bürgerinnen und Bürger der DDR flohen über Ungarn in die Bundesrepublik oder flüchteten in Prag und Warschu in die Botschaft der Bundesrepublik und erzwangen die Ausreise. Hunderttausende demonstrierten in vielen Städten der DDR gegen Unfreiheit und Zwang und bewirkten, dass die Behörden der DDR am Abend des 9. Novembers 189 die Berliner Mauer und die innerdeutsche Grenze öffneten. Am 18 März 1990 fanden zum ertsen Mal freien Wahlen in der DDR statt. Die Volkskammer beschloss am 23. August den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik. Seit dem 3. Oktober ist Deutschland eins und die DDR nicht mehr existiert. Gleichzeitig mit der Vereinigung wuden die fünf neuen Bundesländer gebildet: Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. Der dritte Okrober ist seither Nationalfeiertag-der „Tag der deutschen Einheit“.

Об авторе

Натаров Илья

Натаров Илья

Родился 09 апреля 1980 года в городе Баку, в этом же году переехал в Запорожье.
В 2003 году закончил Запорожский Государственный Университет и получил диплом преподавателя немецкого языка и немецкой литературы.

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