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Thema 4. Das Bildungswesen

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Die Schulpflicht

In Deutschland werden an der Zeit 41000 Schulen 9,2 Millionen Schüler von rund 587000 Lehrern unterrichtet. Die Bldungspolitik verfolgt das Ziel, jedem einzelnen eine optimale Förderung und eine qualifizierte , seinen Interessen entsprechende Ausbildung zu ermöglichen. Zu den Leitlinien der Bildungspolitik gehört die Erziehung der jungen Menschen zu mündigen Bürgern, die zur Mitveranwortung in der Demokratie bereit sind. In die Bildung werden in deutschland große Gelsummen investiert.

„Das Schulsystem in der Bundeasrepublik ist so kompliziert, das nur Genies sich daran zurechtfinden können“. Diese ironische Bemerkung einer ausländischen Studentin ist insofern richtig, als es auch in Deutschland nur wenige ginies gibt, sich also kaum jemand in allen Details auskennt. Ein Kind, das von hamburg nach Bayern umzieht, wird beim Schulwechsel andere Lehrpläne, sogar andere Schultypen vorfinden. Erziehung und Bildung gehören in die verantwortung der einzelnen Bundeslädern. Wichtige allgemeine Kennzeichen des deutschen Schulsystem sind: Die Schulen sind öffentlich, stehen also unter der Aufsicht des Staates. Privatschulen besuchen nur ganz wenige. Die Schulpflicht besteht vom vollendeten sechsten bis zum 18. Lebensjahr, also für zwölf Jahre. Die Schule ist kostenlos (wie später auch die Universität). Die Lehrmittel, vor allem Schulbücher, werden den Schülern zum Teil ebenfalls kostenlos gegeben. Das Schuljahr beginnte nach den Sommerferien, die 6-7 Wochen dauern. Weitere kurze Ferien gibt zu Weinachten, Ostern, zu Pfingsten und im Herbst. Der Unterricht findet normalerweise vormittags von Montag bis Freitag statt. Ganztage Schulen sind selten. Für den Nachmittag werden die Hausaufgabe aufgegeben. Die Unterrichtsstunde dauert 45 Minuten, 30 Stunden in der Woche sind es in der Regel in den oberen Klassen. Es gibt Religionunterricht an den Schulen. Vom 14. Lebensjahr an können Schüler selbst entscheiden, ob sie daran teilnehmen wollen. In den meisten Bundesländern ist die christliche Gemeinschaftschulen eingeführt worden. Das sind Schulen in denen nur der Religionunterricht getrennt nach Konfessionen erteilt wird. In der Regel besuchen Jungen und Mädchen gemeinsame Klassen.

Der Kindergarten

Die meisten Kinder im Alter zwischen 3 und sechs Jahren gehen in den Kindergarten. Heute besuchen rund 80 Prozent aller Kinder einen Kindergarten. Der Kindergarten ist eine deutsche Einrichtung, die von vielen Ländern übernommen wurde. Er gehört nicht zum staatlichen Schulsystem, sondern zum Bereich der Jugendhilfe. Träger der Kindergärten sind weit überwiegend Kirchen und Gemeinden, manchmal auch Betriebe und Vereine. Es gibt auch private V/Kindergärten. In Elterninitiative schließen sich Eltern zusammen, die sich eine andere, alternative Erzihhung für ihre Kinder wünschen.

Der Besuch ist freiwillig, aber nicht ganz kostenlos. Unter „Vorschule“ versteht man besondere Programme, die die Kinder auf die Schule vorbereiten. Die Kinder lernen dabei vor allem spilerisch. Manche Kinder besuchen den Kindergarten nur vormittags und sind ab Mittag wieder bei der Familie. Andere kinder besuchen den Kindergarten ganztags bis zum späten Nachmittag.

Das Schulsystem

Mit sechs Jahren kommen die Kinder in die Grundschule. Sie umfasst in allgemeinen vier Jahre, in Berlin und Brandenburg sechs Jahre. In den meisten Bundesländern erhalten die Kinder in den ersten beiden Schuljahren noch keine Zensuren, sondern allgemeine Beurteilungen. Ab der zweiten Klasse gibt es Zeugnisse mit Noten von 1–6 (1–sehr gut, 2–gut, 3–befriedigen, 4–ausreichend, 5–mangelhaft, 6–ungenügend). Am Ende des Schuljahres wird man „versetzt“. Wer die Anforderungen nicht schaft, muss eine Klasse wiederholen („Sitzenbleiber“). Es gibt auch Sondernschule für Lern–oder Körperbehinderte.

Am ersten Schultag bekommen die Kinder von ihren Eltern eine „Schultüte“ mit Süßigkeiten und kleinen Geschenken. Bis zum 4. Schuljahr ist alles ziemlich klar und übersichtlich. Aber dann nach den gemeinsamen Jahren in der Grundschule trennen sich die Wege. Es kommt die große Entscheidung, ob das Kind auf das Gymnasium, die Realschule oder die Hauptschule oder als Alternative in die Gesamtschule gehen soll. (Nur das Gymnasium und die Gesamtschule führen direkt zur Universität). Die Dreiteilung in der “Sekundarstufe I” im traditionellen Schulsystem ist sehr selektiv und geschieht mit zehn Jahren sehr früh.

Deshalb werden die Klassen 5 und 6 in den verschiedenen Schultypen sehr oft als „Orientierungensstufe“ angeboten, in der ein Wechsel leichter möglich ist. Die Orientierungensstufe gibt es aber auch als eigene „unabhängige“ Schulart. In der Gesamtschule kann man die entscheidung umgehen. Damit sollte die Dreiteilung beseitigt und Chancengleichheit für die Kinder aller Schichten besser verwirklicht werden.

In die Grundschule gehen gute und schwächere Schüler zusammen. Diesen für die Bundesrepublik relativ neuen Schultyp gibt es erst 1970 und er ist sehr unetrschiedlich verbreitet. In Hessen besuchen z.B ungefähr 13 % aller Schüler die Gesamtschule, in Rheinland–Pfalz nur 0,6%. In den oberen Klassen können die Gesamtschüler Leisatungskurse wählen, z.B in Englisch einen schwereren, in Physik dagegen einen leichteren. In den anderen Fächern wie Geschichte, Geographie, Musik oder Kunst werden sie gemeinsam unterichtet. Die Gesamtschulen haben oft nur die Klassen 5–10. Wer weiter in die Klassen 11–13, die Sekundarstufe II, gehen will, muss in diesem Fall ans Gymnasium überwechseln. Früher war das Gymnasium die Schule für die Elite. Etwa 30% eines Jahrgangs bedsuchen heute das Gymnasium, in den fünfziger Jahren waren es erst 15%. Die alten Bezeichnungen gibt es offiziel nur noch vereinzelt: Altsprachiges oder humanistisches Gymnasium (mit Altgriechisch), mathematisch–naturwissenschaftliches und neuesprachliches Gymasium. Aber die Gymnasien unetescheiden sich immer noch z.B. durch die Sprachenfolge, ob Englisch oder Lateien zuerst und wann Frazösich gelernt wird und wie stark die naturwissenschaftlichen Fächer betont werden. Meist beginnt man mit Englisch in der 5. Klasse, ab der 7. Klasse mit Französich oder Lateien. Ab der 9. oder 10. Klasse kann man noch eine weitetre Fremdsprache oder einen Schwerpunkt in den Naturwissenschaften wählen. Bis zum 10. Schuljahr bleiben die schüler in einer festen Gruppe zusammen, die Lehrer kommen meist in ihr Klassenzimmer. Ab der 11. Klasse beginnt in der Oberstufe ein kompliziertes Kurssystem mit Grund–und Leistungskursen, Pflicht–und Wahlfächern. Statt Noten werden Punkte vergeben. Diese Möglichkeit der Diffenzierung wird inzwischen wieder eingeschränkt und die Allgemeinbildung betont. Deutsch, Fremdsprachen, Mathematik, Naturwissenschaften und Geschichte sollen bis zum „Abitur“ (der Abschlussprüfung in Gymnasium) gelernr werden. Die Noten im Abitur entscheiden ob man bestimmte fächer, (z.B Medizin) an der Universität studieren darf. Beim Abitur sind die Schüler 18–19 Jahre alt, knapp die Hälfte weiblich. (49%).

In die Realschule gehen vor allem Schüler, die nach der 10. Klasse mit 16 Jahren einen Beruf erlernen wollen, z.B in der Industrie, im Handel oder in der Verwaltung. Sie wurde in den letzten Jahrzehnten immer beliebter, ca, 30% aller Schüler besuchen sie heuute, 1977 waren es ca. 23%, 1960 15%. Schon immer besuchen sie mehr Mädchen als Jungen.

In eineigen Bundesländern werden nur die klassen 7–10 angeboten. In der Realschule wird nur eine Fremdsprache (meist Englisch) verlangt (am Gymnasium zwei). Der Schwerpunkt ist die Ausbildung für Wirtrschafts–und Sözialberufe. Wenn sie sich für Wirtrschaft interessieren, lernen die Schüler z.B Buchrührung, Maschinenschreiben und Computertechnik. Die Realschule hieß früher auch Mittelschule. Sie gilt als Schule kann man sich später noch für ein Studium (an der Fachhochschule) qualifizieren. Die Realschule steht iwischen Hauptschule und höherer Schule.

Die Hauptschule besuchten früher die meisten Schüler eines Jahrgangs, 1952 waren es 80%, 1977 noch 45% und heute ca. 40%. Besonders in den Innenstädten ist sie oft zur Schule der Problemkinder geworden. Hier gibt es Probleme mit der Disziplin und oft sogar mit Drogen. Nach dem 9. Schuljahr verlassen die schüler mit 15 Jahren gewähnlich die Schule mit dem Hauptschulanschluß und suchen sich eine Lehrstelle. (In Berlin und Nordrhein–Westfalen nach dem 10). Wer keinen Abschluss geschaft, kann sich wenig Hoffungen auf einen Ausbildungsplatz machen und wird später oft ungelernter Arbeiter.

Die Berufliche Ausbildung

Das berufliche Schulwesen ist auf den ersten Blick sehr unübersichtlich. In den letzten Jahreszehnten wurde für die Durchlässigkeit des System gesorgt, so dass einem Hauptschüler nach Weiterbildung der Weg zu einem Hochschulstudium offen steht. Dadurch haben die beruflichen Ausbildungsgänge an Attrativität gewonnen. Mehr als 60% aller Jugendlichen, auch viele Abiturienten, entscheiden sich dafür.

Über die Hälfte der Haupt–und Realschule sucht sich nach der Schule eine Lehrstelle in einem privaten Äusbildungsbetrieb. Dort arbeiten die „Auszubildenden“ („Azubiz“) 4 Tage in der Woche, einen Tag gehen sie zur Berufschule. Die Kombination von praktischer Ausbildung im Betrieb und theoretischer in der (Teilzeit)– Berufsschule heißt „duales System“ und ist eine deutsche Spezialität. Die Ausbildung oder Lehre dauert gewöhnlich 3–4 Jahre. Man bekomt eine geringe Bezahlung vom Betrieb. Die Lehre schließt mit einer Prüfung ab: zum „Facharbeiter“ in der Industrie, zum „Gesellen“ im Handwerk oder zum „Gehilfen“ im Handel. Beliebte Ausbildungsberufe bei Jungen sind Elektroinstallateur und Kraftfahrzeugnechaniker, bei den Mädchen Bürokauffrau und Verkäferin.

Wer keine Lehrstelle gefunden hat, kann nach der Hauptschule ein Berufsgrundbildungsjahr im Volzeitunterricht an der Berufsschule machen. Es werden Grundkenntnisse für 13 Berufsfelder vermittelt. Danach sind die Chancen besser einen Ausbildungsplatz zu finden. Das Berufsgrundbildungsjahr wird auf die Ausbildung angerechnet, in manchen Berufen ist es sogar vorgeschrieben. (Die Schulpflicht endet nach dem 18. Lebensjahr, auch arbeitlose Jugendliche müssen also in die Berufsschule gehen.)

Für Berufe, die nicht im dualen System gelernt werden, z.B Sozialberufe wie Krankenschwester oder technische Berufe, gibt es die Berufsfachschule. Sie ist eine Vollzeitschule und dauert 1–3 Jahre. Voraussetzung ist meist der Abschluss der Realschule.

Durch die „Berufsaufbauschule“ können sich die Hauptschüler nach der Lehre gleiche Rechte wie beim Realabschluss erwerben. Sie dauert ein Jahr im Vollzeitunterricht.

Über die „Fachoberschule“ kann man sich mit dem Realschulabschluss sogar noch für ein Studium an der Fachoberschule qualifizieren. Sie hat die Klassen 11 und 12 und dauert 2 Jahre. (Der Abschluss öffnet hier also wie das Abitur den weg zun einem Studium, nur darf man damit lediglich Fächer des eigenen Fachgebiets an der Fachhochschule studieren).

Die „Fachschule“ ist für die Handwerksberufe meist die Meisterschule, an der man sich nach der Gesellenprüfung und weiteren Jahren des Berufspraxis zum Meister ausbilden lassen kann. (Meister dürfen einen Handwerksbetrieb leiten oder einen eigenen eröffnen und Lehrlinge ausbilden.)

Die Hochschulen

Die älteste Hochschule, die Universität Heidelberg, wurde 1386 gegründet. Mehrere anderen Universitäten sond einige hundert Jahre alt, darunter die traditionsreichen Universitäten von Leipzig (gegründet 1409) und Rostock (gegründet 1419). Daneben bestehen auch ganz junge Universitäten– mehr als 20 sind erst nach 1960 geründet worden. Die Universitäten mit langer Tradition sind heute zu Massenuniversitäten geworden. Immer mehr wollen eine bessere Ausbildung. Anfang der achtziger Jahre studieren 8 % eines Jahrgangs, ende der achtziger Jahre waren es ca. 20%, die Hälfte davon Frauen. Die Universitäten sind diesem Ansturm nicht gewachsen, daher gibt es in manchen Fächern eine Zulassungsbeschränkung (Numerus clausus). Die generelle Voraussetzung für ein Studium an der Universität ist das Abitur, die Abschlussprüfung am Gymnasium, die man nach insgesamt dreizehn Schuljahren ablegt. Wenn die Abiturnoten nicht gut genug sind, darf man Numerus–clausus–Fächer wie Medizin erst nach einer Wartezeit studieren.

Neben den Universitäten gibt es Technische Hochschulen, Pädagogische Hochschulen und– insbesondere in den 70er und 80er unseres Jahrhunderts– Fachhochschulen. Das studium an diesen Hochschulen wird mit einer Diplom, Magister– oder Staatsprüfung abgeschlossen. Anschließend ist eine weitere Qualifizierung bis zur Doktorprüfung (Promotion) oder bis zum Abschluss einer Graduentenstudiums möglich.

Die Fachschulen vermitteln vor allem in den Bereichern Ingenieurwesen, Wirtschaft, Sozialwesen, design und Landwirtschaft eine stärker praxisbezogene Ausbildung, die mit einer Diplomprüfung abschließt. Fast jeder dritte Studentanfänger wählt heute diesen Hochschultyp, weil

seien Regelstudienzeit kürzer ist, als die der Universitäten. Das Studium dauert sechs Semester. Die Fachhochschule ist in erster Linie für Studenten bestimmt, die den Abschluss der Fachoberschule besitzen und eine berufliche Ausbildung hinter sich haben. Aber auch viele Abiturienten machen inzwischen eine Berufausbildung und gehen danach auf eine Fachhochschule.

In zwei Bundesländern– in Hessen und Nordrhein–Westfalen gibt es seit siebziger Jahren Gesamthochschulen. Sie vereinigen verschiedene Hochschularten unter einem Dach und bieten entsprechend mehrere Möglichkeiten an. Neu für die Bundesrepublik war 1976 auch die Fernruniversität Hagen. Sie hat derzeit fast 49000 Studierende.

Für Ausläder ist eine feste Zahl von Studienplätzen reserviert. Das Studium ist für sie ebenso gebührenfrei wie für deutsche Studenten. Vorher müssen sie jedoch gute Deutschkenntnisse und einen Schulabschluss nachweisen, der den Anforderungen der Abitur entspricht. Wer kein solches anerkanntes Zeugnis besutz, muss eine Studienkolleg an einer Universität besuchen und kann erst nach einer Prüfung mit dem Stidium beginnen.

Das Studiumkolleg dauert zwei Semester. Stipendien gibt es, auch für deutsche Studenten relativ selten. Meist ist es teilweise ein Darlehen, das man nach dem Studium zurückzahlen muss.

Nach 1960 wurden zahlreiche Universitäten neu gegründet. Zur Zeit gibt es in Deutschland 61 Universitäten einschließlich der Technischen Universitäten (TU).

Die TUs hießen früher Technische Hochschulen und haben ihren Schwerpunkt im Bereich der Technik und Naturwissenschaften, bieten aber zum Teil auch andere Studiengänge , wie z. B Sozialwissenschaften, an. Das Studium an den Universitäten und Hochschulen ist traditionellerweise nicht sehr reglementiert. Die Studiendauer zu lang und sind im internationalen vergleich zu alt, bevor sie ins Berufsleben eintreten, sagen Kritiker.

Beliebte Fächer sind Rechts–und Sozialwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Sprach–und Kulturwissenschaften, Mathematik und Naturwissenschaften. An Universitäten und Technischen Universitäten studieren 68% aller Studenten.

Neben Universitäten, Technischen Hochschulen und Gesamthochschulen gibt es kleinerer spezialisierter Hochschulen wie die Musik– und Kunsthochschulen. Die Hochschule für Fernsehen und Film in München hat gerade 100 Studenten. Die Pädagogischen Hochschulen sind inzwischen meist in die Universitäten integriert.

Об авторе

Натаров Илья

Натаров Илья

Родился 09 апреля 1980 года в городе Баку, в этом же году переехал в Запорожье.
В 2003 году закончил Запорожский Государственный Университет и получил диплом преподавателя немецкого языка и немецкой литературы.

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