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Thema 5. Gesellschaftliches Leben

deutsch

Die Jugend

Fast jeder fünfte Einwohner der Bundesrepublik Deutschland ist jünger als 18 Jahre. Von den gut 15,5 Millionen Kindern und Jugendlichen in Deutschland ist etwa jedes zehnte Ausländer. Etwa ein Drittel aller Einwohner, gut 26 Millionen, sind jünger als 27 Jahre alt. Für den größten Teil von ihnen habenm sich im vergangenen Jahreszeit die Lebensschancen und Zukunfterwarterungen erheblich verbessert. Die Jugendlichen haben gute materielle Lebensgrundlagen. Ihre finanziellen Möglichkeiten sind so gut wie nie zuvor. Niemals zuvor unternahmen junge Menschen so viele Reisen im Inland wie auch in das Ausland. So sind 95% der Jugendlichen mit ihrem Leben zufrieden. Und 72% der jungen Generation blicken zuversichtigt in die Zukunft. Diese optimistische Grundstimmung ist keineswegs selbstverständlich. Noch vor zehn Jahren sahen fast 60% der 15–24 jährigen Westdeutschen eher düster in die gesellschaftliche Zukunft.

37% der Jugendlichen sind Mitglieder einer Jugendorganisation, davon 62% in einem Sportverein.

Im westen steht Sport an der Spitze, im östlichen Deutschland– Musikhören und Lesen. 68% der Jugend gehören einer Clique an.

Es gibt in Deutschland etwa 80 überregionale Jugendverbände, in denen rund ein Viertel aller Jugendlichen organisiert ist.Die meisten Jugendverbände haben sich im Bundesjugendring zusammengeschlossen, so z.B die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend, der Bund der Katholischen Jugend, die Jugendverbände der Gewerkschaften, die Landjugendverbände und der Ring Deutscher Pfadfinder. Mitgliederstärkste Jugendorganisation ist die Deutsche Sportjugend. Jugendverbände gibt auch in politischen Bereich: den meisten Partein, die dem deutschen Bundestag angehören, haben sich parteinahe Jugendverbände angeschlossen. Sie gehören dem Ring Politischer Jugend an.

Der Sport

Sport ist in Deutschland eine sehr beliebste Freizeitbeschäftigung. Die Sportbegeisterung wird nicht nur bei Fernsehübertragungen am Bildschirm ausgebot, sondern in den fast 80000 Vereinen, die sich im Verband des Deutschen Sportbundes zusammengeschlossen haben. Jeder vierter Bundesbürger ist Mitglied in einem –Sportverein. Neben den mehr als 21 Millionen Mitgliedern treiben weitere zwölf Millionen Sport, ohne einem Verein anzugehören.

Kennzeichnend für den Sport in Deutschland ist seine Autonomie. Die Organisationen des Sports regeln ihre Angelegenheiten selbst. Der Staat greift nur dann fördernd ein, wenn die finanziellen Möglichkeiten der Sportorganisationen nicht ausreichen. Die partnerschftliche Zusammenarbeit gehört zu den Grundsätzen der staatlichen Sportpolitik.

Der deutsche Sportbund. Dachorganisation des Sports ist der Deutsche Sportbund (DSB), der aus 16 Landessportbünden und zahlreichen Fachverbänden besteht. Mehr als zwei Millionen Menschen sind in diesen Verbänden ehrenamtlich aktiv. Die alten Bundesländer verfügen über ein beachtliches Netz von Einrichtungen für den Breiten– und den Spitzensport. So stehen den Sportbegeistern rund 50000 Sport– und Schulsportplätze zur Vertagung, dazu fast 30000 Sport– und Gymnastikhallen und rund 7700 Hallen– und Freibäder.

Beliebte Sportarten. Deutschland ist ein Fußballnation. Kein Dorf ohne Kicker, kein Wochenende ohne Bundesliga im Fernsehen. Die Westdeutschland Nationalelf hat drei Weltmeistertiteln errungen: 1954 in Bern, 1974 in münchen und 1990 in Rom. An den beiden letzten Meistertiteln hatte erst als Spieler, dann als Teamchef Franz Beckenbauer maßgeblichen Anteil. Er gehört zu jenen Kickern, die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind, wie Fritz Walter, Uwe Seeler, Gerd Müller, Karl–Heinz Rummenigge oder jetzt Lothar Matthäus.Für ständige Spannung sorgt die Bundesliga, die zu den stärksten Fußballigen der welt zählt. Mit mehr als 5,25 Millionen Mitgliedern ist der Deutsche Fußballbund der weitaus mitgliederstärkste Sportverband in Deutschland. Fußball wird in Tausensen von Amateurverein gespielt; er ist auch ein Zuschauermagnet bei den Spielen der Porfi–Ligen, die jede Woche einige Hunderttausend in die Stadien locken. Die Fußball–Weltmeisterschaft 1990 in Italien, bei der die deutsche Nationalmannschaft zum dritten Mal den Weltmeistertitel gewann, hat die Popularität dieses Sport noch geistert. Sportarten wie Tennis, Golf oder Reiten finden immer mehr Anhänger.

Internationale Erfolge der Stars Steffi Graff, Boris Bäcker und Michael Stich haben Tennis zum Volkssport gemacht. Breitensport lebt nicht zuletzt von den Ausstrahlung der Berufssportler; deren Domänen sind in Deutschland vor allem Fußball, Tennis und Reiten.

Sport im dienst der Menschen. Die meisten Bürger treiben Sport nicht, weil sie nach Hochleistungen streben. Die Freude an der Bewegung und die Betätigung in der Gemeinschaft sind für sie wichtiger. Sport dient der Gesundheit. Jahr für Jahr zieht der Sport mehr Menschen an. Der Angebot der Vereine wird immer breiter. In einem üblichen Verein kann man heute Fußball, Handball, Volleyball, Basketball, Tennis und Tischtennis spielen Turnen und Leichtatletik treiben. Sehr beliebt sind auch Wassersportvereine; dazu gibt es Angebote für Behinderte, Senioren oder Mütter mit Kindern.

Dem Breiten– und Freizeitssport dienen auch die Aktionen „Trimm dich“ und Sport für alle“, in deren Rahmen Volkswetbewerbe im Laufen, Schwimmen, Radfahren Skilaufen und Wandern und Wandern veranstalten werden. Millionen Sportbegeisterte nehmen alljährlich an diesen Wettbewerben teil. Begehrt sind die vom DSB in Gold, silber und Bronze verliehenden Sportabzeichen. Jährlich legen rund 700000 Deutsche die Prüfungen für diese Sportabzeichen ab.

Der Spitzensport. Für den Leistungssport gibt es in Deutschland 44 Bundesleistungszentren und 22 Olympiastutzpunkte, dazu viele regionale Zentren. Auch die Bundeswehr fördert imn eigenen Leistungszentern sportliche Talente. Der moderne Hochleistungsport srtzt für die Atheten ein inetnsives Trainigung, umfassende gesundheitliche und soziale Betreuung und eine gewisse finanzielle Absicherung voraus. 1967 wurde „Stiftung Deutsche Sporthilfe gegründet“. Sie gewährt den Sportlern die finanzielle Unetrstützung, die für ein unabhängiges Training nötig ist. Die Stiftung ist keine staatliche Einrichtung. Ihre Mittel stammen aus privaten Spenden, aus dem Verkauf von Sport–Sonderbriefmarken und aus den Einnahmen der Fernsehlotterie „Glücksspiralle“.

Freizeit und Urlaub

Die Deutschen sind reisefreudig. Rund 70% der über 14Jährigen deutschen haben 1992 eine Urlaubreise von mindenstens fünf Tagen unternommen.

Wachsender Wohlstand und kürzere Arbeitszeiten ermöglichsten den Berufstätigen zunehmend mehr Urlaub und Freizeit. Die durchschnittliche jährliche Arbeitszeit betrug im jahr 1992 in der Industrie nur noch 1519 Stunden. Das war in Deutschland nicht immer so. Noch um die Jahrhundertwende kanntendie wenigstens Arbeitnehmer Urlaub. Erstmal gab es 1903 in Branchen wie der Metallindustrie und Brauereinen einen Urlaub. Er lang bei drei Tagen. 1930 hatten die deutschen Arbeitsnehmer dann einen durchschnittlichen Jahresurlaub zwischen drei und 15 Tagen. Erst 1974 wurde in der Bundesrepublik ein gesetzlicher Mindesturlaub von 18 Tagen eingeführt. Heute haben die meisten Arbeitsnehmer einen Urlaub von sechs Wochenund mehr. Dazu wird in den meisten Unternehmen ein Urlaubsgeld gezahlt.

Viele Deutsche verbringen die Ferien im eigenen Land. Die meisten Urlauber fahren aber in die wärmeren südlichen Länder. Sie gaben 1992 im Ausland über 50 Milliarden DM aus. Ausländische Touristen geben dem gegenüber in Deutschland rund 18 Milliarden DM. Unter den Reisezielen im Ausland liegen heute Italien, Spanien, Österreich, Frankreich, die Schweiz und die Vetreinigten Staaten an der Spitze. Dabei haben sich die Gewohnheiten und Wünschen geändert. Standen früher das Ausruhen und Sonnenbaden im Vordegrund, ziehen heute viele Menschen den Aktiv–urlaub mit viel körperlicher Bewegung vor. Sie suchen die freie, von Umweltschäden nicht belastete Natur. Dies gilt auch für die Gestaltung der Freizeit an den Wochenenden.

Kirchen und Religiongemeinschaften

„Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung sind gewehrleistet“. Diese Bestimmung des Grundgesetzes

(Aritkel 4) empfindet jeder Bürger der Bundesrepublik Deutschland als selbstverständiges Grundrecht.

Über 58 Millionen Menschen bekennen sich in Deutschland zu einer christlichen Konfession. 29,5 millionen sind evangelisch, über 28 römisch–katholisch, während eine Minderheit anderen christlichen Gemeinschaften angehört.

In Deutschland gibt es keine Staatkirchen, d.h keine Verbindung zwischen staatlicher und kirchlicher Verwaltung und damit keine Kontorlle der Kirchen durch den Staat.

Die evageliche Kirche. Die evageliche Kirche in Deutschland (EKD) ist eine Gemeinschaft von 24 weitgehend selbständigen lutherischen, unierten und reformierten Gliedkirchen. Oberste Gesetzgebungsorgane sind die Synode und die Kirchenkonferenz, oberstes Leitungsorgan ist der Rat der EKD. Das Kirchenamt in Hannover ist die zentrale Verwaltungsstelle der EKD.

Die evangelichen Kirchen gehören dem Ökumenischen Rat der Kirchen (Weltkirchenrat) an. Mit der römisch-katholischen Kirche bestehen eine enge Zusammenarbeit.

Die katholische Kirche. Die katholische Kirche ist in 23 Bistürmen organisiert, von denen fünf Erzbistümer sind. Die Erzbischöfe und Bischöfe–insgesamt über 70– treffen sich bei den jährlichen Frühjahrs– Herbstvollversamlungen der Deutsche Bischofskonferenz. Das Sekretariat befindet sich in Bonn.

In den Jahren 1933–1945 haben evangeliche und katholische Christen gegen die Nationalsozialismus gekämpft. Im Widerstand ist die gemeinsame politische Veranwortung deutlich geworden. An der friedlichjen Revolution in der DDR hatten die Kirche auch einen wichtigen Anteil.

Die Kirchen in Deutschland wenden sich auf die vielfältige Weise an die Öffentlichkeit. Dies geschieht durch Denkschriften und publizistische Arbeit.

Andere Religionsgemeinschaften. Zu den anderen Gemeinschaften gehören insbesondere die Freikirchen. Zwei der großen evangelischen Freikirchen, die Methodisten und die Evangelische Gemeinschaft haben sich 1968 zur evangelichen–methodischen Kirche zusamengeschlossen. Daneben gibt es die Baptisten und die altkatholiche Kirche. Die Mennonitengemeinden, die Quäker und die Heilsarmee sind durch ihre sozialen Aktivitäten bekannt.

Im Deutschen Reich wohnten 1933 etwa 530000 Juden. Heute, nach dem nationalsozialistischen Völkermord, leben rund 40000 Juden als Mitglieder jüdischer Gemeinden in Deutschland.

Da in Deutschland viele ausländische Arbeitsnehmer sind, haben Religionsgemeinschaften, die früher kaum vertreten waren, stark an Bedeutung gewonnen. Das gilt für die griechisch–orthodoxe Kirche und besonders für Islam. Die Zahl der Moslem in der Bundesrepublik beträgt rund 1,7 Millionen, die meisten von ihnen sind Türken.

Massenmedien

Das Grundgesetz garantiert im Artikel 5 das der freien Meinungsäußerungen, die Presseeinheit und das Recht, sich allgemein zugänglichen Quellen zu informieren. Eine Zensur gibt es nicht. Der Bürger hat die Auswahl unter einer Vielfalt von Medien, die miteinander konkurrieren. Allein die Tagepresse verkaufte täglich rund 30,5 Millionen Exemplare. Derzeit gibt es in der Republik über 25 Millionen Fernseh– und Radiogeräte. Einen umfassenden Dienst bieten verschiedene Nachrichtenagenturen an. Marktführer ist die Deutsche Presseagentur (dpa). Daneben gibt es z.B den Allgemeinen Deutschen Nachrichtenagentur (ADN), die Associated Press (AP), Reuter (RTR) und Agence France Press (APF). DPA beliefert mit ihrem Basisdienst fast alle deutschen Tageszeitungen.

Presse

Man hat die Presse als „vierte Gewalt“ neben Parlament, Regierung und Gerichtsbarkeit bezeichnet. In der Bundesrepublik erscheinen etwa 410 Zeitungen. Die größten sind die „Bild“–Zeitung mit 4,4 Millionen Exemplaren täglich und die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (1,2 Exemplare). Weiter folgen die „Süddeutsche Zeitung“, die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, „Die Welt“ und die „Frankfurter Rundschau“.

Der deutsche Zeitenschriftmarkt ist auch sehr reich. International bekannt sind die Nachrichtenmagazine „Der Spiegel“ (Hamburg) und „Focus“ (München), die Illustrierten „Stern“ und „Bunte“, das Jugendmagazin „Bravo“

Hörfunk und Fernsehen

Der Rundfunk–dazu gehören die beiden Bereiche Hörfunkund Fernsehen– ist in Deutschland nicht in der Hand des Staates. Es gibt öffentlich–rechtliche und private Fernseh– und Rundfunkveranstalter. Der größte Sender ist der Westdeutsche Rundfunk (Köln) mit rund 4400 Mitarbeiten, der kleinste–Radio Bremen mit rund 650 Beschäftigten, Hörfunksender mit einen besonderen Auftrag sind der Deutschlandfunk (DLF) und die Deutsche Welle (DW) in Köln. Der DLF wird von der Bundesregierung und den Landesrundfunkanstalten finanziert, während die Finanzierung der DW ganz in den Händen des Bundes liegt.

Beide Sender haben die Aufgabe, mit ihren Sendungen in umfassenden Bild Deutschlands im In– und Ausland zu zeigen. Sie senden in Deutsch und vielen Fremdsprachen.

Das Fernsehprogramm „Deutsches Fernsehen“ wird allgemein „Erstes Programm genannt. Das „Zweite Programm“ (ZDF) mit Sitz in Mainz ist die größte Fernsehanstalt in Europa. Sie strahlt bundesweit das „Zweite Programm“ aus. Die Dritten Programme des Fernsehens werden von den ARD–Anstalten regional ausgestrahlt. Es gibt auch private TV–Sender. Das sind „SAT1“ in Mainz, „RTL“ in Köln und andere.

Об авторе

Натаров Илья

Натаров Илья

Родился 09 апреля 1980 года в городе Баку, в этом же году переехал в Запорожье.
В 2003 году закончил Запорожский Государственный Университет и получил диплом преподавателя немецкого языка и немецкой литературы.

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