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Landeskunde

Vorlesung №1. Die Bildung in Deutschland von Mittelalter bis Neuhumanismus

deutsch

Образование в Германии от эпохи средневековья до эпохи Нового гуманизма

Mittelalter

Nach der Christianisierung der Germanen bestimmt ein einheitliches christliches Weltbild die Lebensformen im frühen Mittelalter. Die christliche Kirche übt als Institutionen der religiöse lehre eine dominante Funktion aus, die auch Weit in die weltlichen Belange hineinreicht. Es gilt das Prinzip des Gnadestums des Gottes, wonach die Monarchen ihre Ämter von Gott verliehen bekommen haben und eine von Gott gewollte Ordnung auf der Erde repräsentieren.

Der christliche Glaube prägt auch das Zeitalter des Hochmittelalters wenn auch in veränderter Weise. Die Kirche formiert sich in der Form daß sie sich von der weltlichen Herrschaft befreit und letzlich so ihre Autonomie behauptet. Zunehmende Bedeutung in der Theologie gewinnt die Scholastik, die versucht, doie Glaubenslehre des Christentums mit der Vernuft zu beweisen. Das öffentliche Leben verlagert sich zunächst mehr an die Höfe,später dann in die Städte. Das frühe Mittelalter dagegen kennt nur die Erziehung der Kleriken, die die nur die Messe halten zu können zumindesten Latein lesen und schreiben können müssen. Der Lehrkanon ist daher erstaunlich konstant teiwese werden Lehrbücher bis zu tausend Jahre lang benutzt. Die Art der Erziehung gleicht nicht dem heutigen Unterricht. Geht es zu nachst darum Ungläbige zu bekehren werden später die Jungen an den Klöstern durch Teilhabe an dem klösterlichen leben zu christlichen Lebensformen und Verhaltensweisen Bildungseinrichtungen, die an Klöstern, Domstiften oder durch den Ortspfarrer vorgenommen werden versucht Karl der Große zu institutionalisierung. Er strebt eine Kirchenreform an um mit der Enheit der Kirche auch die Einheit des Reiches zu garantieren. Karl regt an an allen Klöstern und Domstiften Schulen einzurichten bestimmt, welche literarichen Studien für Geistliche geignet seien, und fordet die Priester auf in der Landessprache nicht in Lateien zu predigen. All dies soll das Volk im christlichen Glauben erziehen.

Im Hochmittealter führt die sich entwickelnde scholastische Theologie zu einer gänzlich neue einsetzenden Blüte der Wissenschaft. Diese Wiederum stellt veränderte Anfoderungen an die Bildungseinrichtungen. Während in Frankreich und Italien schon Scholasitsche Lehrer zahlreiche Schüler um sich sammelten sind es in Deutschland im 13 Jhr die Bettelorden der Dominikaner und Franziskaner die zunächst das Klosterschule neue beleben. Köln und Erfurt kristallisieren sich als Hochsitzte der Scholastik heraus, an denen berühmte Theologen wie Akbertus Magnus oder Thomas von Aquin lehren. Wegen des zu nehmenden zulaufs von Schüler gründen sich im 14 Jh dann ähnich wie im Frankreich und Italien hundert Jahre früher die Universitäten. Dort werden nicht mehr ausschließlich klerikale Werte vermittelt sondern auch Jura und Medizin gelehrt, so daß sich erstmals der Typ des weltlichen Gelehrten herausbildet. Ählich verläuft die Ausbidung der Jugendin den Handwerkszünften der Stadt die sich vom Lehring angefangen überden Gesellen zum Meister weiterbilden lassen. Eher pragmatischer Natur ist das Bedürfnis nach schulmäßiger Bildung denn der Fortschritt in den einzelnen Gewerben und die wachsende Bedeutung des Handelsverkehrs stellen zunehmende Anforderungen. Lesen und schreiben müssen gelernt werden. Dennoch scheibt die Verschriftliftchung der mittelalterlichen kultur nur langsam voran da weite Teile der Bevölkerung davon ausgeschlossen bleiben. Dies gilt vorallem für die Landesbevölkerung deren Kindern kleine Möglichkeit gegeben wird die besthenden Bildungeinrichtungen zu besuchen

Dom und Klosterschulen

Zur Zeit Karl des Groß sind die Dom und Klosterschulen Bildungsstädtten für Geistliche, die als Priester wiederum erziehend auf die Jugend einwirken. Da die Kleriker auch für weltliche Fragen die einzig Gebildetender frümittelalterlichen Gesellschaft sind beschränkt sich der Lehrstoff nicht nur auf religiöse Inhalte. Gelehrt werde die Septem artes liberares, die sieben freien Künste aufgeteilt in Trivium (Grammatik, Rhetorik, Dialektik) und Quadrivium (Arithmetik, Geometrik, Astronomie und Musiktheorie).Die Fächer werden nacheinander gelehrt und wenn das Trivium durchlaufen ist kann das Quadriviumin Angriff gennommen werden. Das wichtigste Fach ist die lateinische Grammaitik, also lateinischer Sprachunterricht. Am Abschluß der Studium stehen theologische Unterweisungen im Abläufe der Liturgie in Vorstufen der Exegese und in den Aufbau von Predigten. Wissen wird unkritisch vermittel und gläubig als überlieferte Autorität hingennommen zeichen für den Disziplin ausgerichteten Lehrstil sind Rute und Stock. Durch die Bildungsreform Karls gelangen eie Reihe der kloster und Domschulen (z.B in Fulda, Corvey, St Gillen oder Reichenau) zu besondere Blüte aber mit dem Zussammenbruch des fränkischen Reiches verliehen sie an Bedeutung bis die Scholastiker sie zu neuem Leben erwecken. Nach dem sich in DeutschlandUniversitäten gründen, gelten die Klosterund Domschulen vorallem als Vorbereitungsschulen für das Studium an den Universitäten.

Universitäten

Durch den großen Zulauf den die Scholastiker hervorrufenreict die Kapazität der Kathedralschulen bald nicht mehr aus. In Paris schließen sich daher Lehrers und Schülwer zu einer Einheit der sogennanten “Universitas magistorium et scolarum” zussammen. Aus ihr geht Anfang des 13 JH die Pariser Universität hervor, die erste Europas. In Italien entstehen zur selben Zeit Universitäten, die sich mit der Rechtwissenschaft beschäftigten. Auf deutschen Gebiet finden die ersten Universitätsgrüdungen erst ab Mitte des 14 Jhrs statt zunächsr in Prag 1348 später dann in Wien, Heilderberg, Köln Erfurt oder Leipzig. Auch hier ist es das durch die Berührung mit anderen Kulturen geweckte-Bedürfnis nach juristischten und medizinische Studiendas dazu führt das theologisch ausgerichtete Klosterschulwesen als nicht ausreichend zu emfinden. Die Universitäten bestehen aus vier Fakultäten. Zunächst ist für alle Schüler gleichermaßen die artistische Fakultät durchlaufen, ehe sich spezialisieren können und entweder dietheologische Fakultät oder eine der beiden Fakultäten mit weltlischen Inhalten, die juristische oder medizinische, besuchen um als Doktor ihre Studium abzuschließen. Der Abschluß in der Artistenfakultät (Magister) beeinhaltet die Lehrerlaunis in derselben. Besonderer Wert wird auf die Vermittung dialektischen Denkens (also der Logik) gelehrt. Hinzu kommt vor allemdie Beschäftigung mit philosophischen Fragen.Beides resultiert aus scholastische Idee den Glauben mit Hilfe des menschlichen Verstandes und Phlilosophie zu ergründen. Die Universitäten erwerben sich weitestgehend das Recht zur Selbstverwaltung. Organisiert werden sie von einem Hochschulleiter dem Rektor uns Dekanen den selbstgewähren Leitern der Fakultärten.

Humanismus und Reformation

Der Übergang vom Mittelalter zur Neuezeit ist als ein tiefgreifender Struckturwandel zu verstechen, der seine Wurzeln bereits im Hochmittelalter hat sich in Deutschland aber am am intensivten in der Zeit um 1500 verwirklicht. Das bestehende Weltbildwird durch neue wisseschaftlichen Beobachtungenn (Kopernikus, Galilei) und die großen Entdeckungen erschüttert, das Zeitalters des Welthandels setzt ein und Gutenbergs der Buchdruckkunst revolutioniert die Möglichkeiten des Schriftverkehrs. All dies führt zu einer völligen Erweiterung des menschlichen Horizonts. Auf politischer Ebene zeigt sich der Zusammenbruch des einheitlichen Weltbilds in der Neuegründung und wachsenden Bedeutung der Fünstenstummer (in Italien auf regiöser Ebene manifestiert er sich in der Reformationbewegung, die in Deutschland weltlich mit der Person Martin Luther verbunden ist. In Italien ensteht bereits im 14 Jhr die Bewegung des «Humanismus» und damit eine Hinwendung zur diesseitigen Welt und eine Abwendung von der rein religiöse Orientierung des Mittelalters. Die Humanisten rücken den menschen in das Zentrum ihres Weltbildes vermitteln Lebensfreude und bettonen den Eigenwert des frei denkenden Individuums. Im Laufe des 15. und 16 Jhrs findet der Humanismus sein Weg nach Deutschland, ohne jedoch eine ähnlich bedeutenden Wirkung in italien entfalteten zu können. Neben dem Niederländer Rudolf Agricola und dem Süddeutschen Johann Reuchlin ist es vorallem der Rotterdamer Erasmus (auch Erasmus von Rotterdam), der die humanistischen Ideale auf deutschen Gebiet verbreitet. Die deutschen Humanisten um Reuchlin und Erasmus wenden sich dem klassischen Griechisch zu, auch da sie sich mit christlichen Quellenschriften befassen und Reuchlin bringt eine hebräische Grammatik heraus, die das Studium der hebräischen Sprache auch für Nicht-Juden ermöglicht. Viel stärker als der Humanismus,der weitgehend eine geistige Strömung der Gelehrten darstellt, wächt die Reformation un Deutschland zu einer echten Volksbewegung. Die Reformatoren sind sich mit den Humanisten einig in der Ablehnung der scholastische Lehre und dem Willen, die alleinige Autoritätder Kirche zu durchbrechen. Daher können sich die Reformatoren mit den Säkularisierungstendenzen der Humanisten nicht einverstanden erklären und es kommt häufig zum Bruch zwischen humanistischen Wortführen wie Erasmus und Kirchenerneuerern wie Martin Luther. Luthers Auffassung, daß die kirchlichen Sakramente dem Menschen nicht zum Seelenheil verhelfen können, füht zu einer Umorientierung der priesterlichen Aufgaben, die sich nach Luthers Konzert vorallem auf die Predigt und die Verkündung des Wortes Gottes erstrecken. Die Reformation stürtzt sich somit auf das Bibelwort, dessen Auslegung die genaue Kenntnisse der alren Sprachen verlangt. In disem Sinne ist auch Luther an einer humastischen Umstaltung und weiteren Erhaltung der Lateinschulen inressier, um den von den Humanisten bevorzuguten Sprachunterricht bewahrt zu wissen. Nach dem Bruch mit der päpsitschen Kirche wendet sich Luther an die einzelstaatliche Mächte und fordet diese auf, Schulenzu diesem Zwecke zu erreichen bzw aufrechtzuerhalten. Der Hauptzweck solcher Schule ist aber religiöser Natur:Es geht darum, die Schüler zum protestantischen Leben zu erziehen und das Evangelium durch die Pflege der klassischen Sprachen zu erhalten. Nur sehr zöglich machen sich Ende des 15.Jhrs humanistische Tendenzen im Schulwesen selbst bemerktbar. Als erste Anstatt rein humanistischer Prägung gilt die Domschule zu Münster, die vom Domherren Rudolf von Langen unter Mihilfe von Murmellius und Camener ab 1500 dementsprechend umgestaltet wird. Dort führt man in sech Gymnasialklassen die Schüler anhand der Grammatik reichtlichen Lesestoff und häufiger Stilübungen zur freien Nachahnung der klassischen Schriftsteller, nimmt vom vierten Jahre an das Griechische hinzu und vollendetdie Ausbildung der Zöglingein einem zweijährigen akademischen Unterricht. Um den Lehren die Arbeit zu erleichtern, sind die Klassen in Gruppenvon je 10 Schüler (Dekurien) eingeteit an ihrer Spitze steht ein Dekurio, der die Aufsicht über seine Mitschüler führt. Besonderes Augenmerk gilt der Grammatik und der Rhetorik, zur Hauptlektüre gehören die Werke von Vergil, Homer und vorallem Cicero. Das katholische Pedant zu den protestantischen Lateinschulen sind die Lehranstalten der Jesuiten, die sich in Deutschland nach dem Vorbild der römischen Musteranstalt dem “Colegium Germanicum”, ab der zweiten Hälfte des 16. Jhrs. Organisatorisch dem protestantischen Gegner überlegen gelten die Jsuitenschulen bald als besteigerichtete heranstalten Deutschlands.

Bis weit in das 18. jhr hinein beherrschen die Jesuitn das Schul-und Bildungwesen auf katholischen Gebiet, obwohl die Schulen oft von Fürsten oder Städten gegründet und unterhalten werden. Selbtdisziplin Demut und Gehorsam spielen eine wichtige Rolle in der Charakterbildung, wie bei den Humanisten ist jedoch die Prügelstrafe verpönt und das idealistische Bild der Ehrlibe bestimmt die Art des Unterrichts. Schüler fragen sich gegenseitig ab. Berühmtheit erlangen auch die zahlreichen Aufführungen von Schauspilen und die eigens für disen Anlaß gedchriebenen Jesuistischen Schuldramen. Das deutsche Universitätswesen im aushehenden 15. Jhr ist gepräft von einem langen Kampf zwische der alten scholastischen Lehre und neue humanistische Tendenzen. Erst als sich um 1510-1520 der Humanismus an den drei großen mitteldeutschen Universitäten zu Erfurt, Leipzig und Wittenberg durchsetzt Universitäten entsteht je nach Landeskonfession ein Bekenntniszwang für Lehrende und Studierende der die Gewissenfrei uns Freizühigheit der Universitätsangehörigen erheblich einschränkt. Dies führt zurück zur scholastischen Lehrtradition des Mittelalters, humanistische Tendenzen werden zurückgedrängt, der Unterrichr an den Universitäten stagniert.

Aufklärungund Philanthropismus

Die humanistische Schule des Erlernens alter Sprachen entspricht nicht mehr der Lebenswelt, des 17 jhrs und ihrem Drang zu fortschreitender Wissenserweiterung. Alle pädagogischen Konzepte beschäftigen sich daher mit der Vermittlung von Sachwissen, wobei der Unterricht in der Muttersprache Deutsch stattfinden soll, die der Lebensumwelt der Schüler viel näher steht als das gelehrte Latein. In der Zeit der Aufklärung wird die Idee einer allgemeinen Volksschulen von Wolfgang Ratke und Johann Amos Comenius vertreten. Beide sind jedoch vor allem Begründer einer modernenMethodikund Didaktik. Das pädagogische Gedanken gut der Aufklärung knüpft in großem Maße an die Ideen der Aufklärer John Locke und Jean Jacques Rousseau. Die Aufklärer wollen das Schulwesen aus der Bindung an die Kirche lösen und es der Obhut des Staates anvertrauen, ein Gedanke, der bei den absolutistischen Herrschern auf Beifall stößt, da sie so ihre Untertanen in ihrem Geiste ausbilden können. 1794 schließlich werden alle Schulen und Universitäten im “Allgemeinen Landrecht” zum Besitzt des Staates erklärt. Das preußische Volksschulwesen verwirklicht die hochgreifenden Pläne jedoch kaum, der Lehrplan des Landschulreglements von 1763 siehr nur Unterweisung in Lesen, Schreiben vor. Um die Entwicklung der Realschulform hat sich vor allem der Franckeschüler Julius Hecker verdient gemacht. 1694 wird in Halle die erste Universität gegründet. Halle und Göttingen als aufklärische Universitäten stehen am Anfang einer Entwicklung, die zur modernen deutschen Hochschule führt.

Neuehumanismus

Die Anfänge der neuehumanistische Bewegung reichen bis in die dreißiger Jahre des 18. Jhrs zurück. Ziel ist zunächst eine Modernisierung des Studiums und Unterrichts in den alten Sprachen, die nicht mehr nur des besseren Bibelverständnisses wegen gelehrt werden sollen. Besondere Impulse verdankt die neuehumanistische Bewegung dem Schaffen von Friedrich August Wolf ebenfalls ein Heyne-Schüler. Wolf wirkt insbesondre an der Universität Halle, die sich zu einem Hochsitzt des Neuhumanismus entwickelt. Er kann als Grunder der klassischen Philologie im modernen Sinn gelten. Von Wolfs Ziel einer rein menschlichen harmonischer Bildung ist es nur ein kleiner Schritt zu dem Bildungsgedanken der Humanität in der deutschen Klassik. Während die Bildungsentwürfe der deutschen Neuhumanisten und Idealisten entweder eine allgemeine Menschheitbildung betrefen oder mehr die Reform des höheren Schulwesens im Auge haben, ist es dem Schweizer Johahn Heinrich Pestalozzi zu verdanken, daß die Idee einer allgemeinen Volksbidung auch in der klassischen Epoche erhalten bleibt.

gekürtzt aus dem Artikel von Mischa Delbrouck

nach dem Buch «Deutschland. Streifzüge durch Kultur

S.7-32.

Об авторе

Натаров Илья

Натаров Илья

Родился 09 апреля 1980 года в городе Баку, в этом же году переехал в Запорожье.
В 2003 году закончил Запорожский Государственный Университет и получил диплом преподавателя немецкого языка и немецкой литературы.

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